Archivbeitrag vom 28. Januar 2021, übernommen von der bisherigen Website. Angaben beziehen sich auf den damaligen Stand.
Im September 2020 hat unser Interviewpartner sein Examen als Pflegefachkraft bestanden und unterstützt seither das Team im Haus Gracht. Wir wollten wissen, was sein Warum für die Pflege ist, wie er die drei Ausbildungsjahre rückblickend sieht und wie das letzte Jahr in Zeiten einer Pandemie war.
Wie haben sich die ersten Wochen als examinierte Pflegefachkraft angefühlt?
Etwas ungewohnt, weil man ab diesem Zeitpunkt eine ganz andere Verantwortung gegenüber Team und Bewohnern trägt. Aber ich wachse Tag für Tag mehr in die neue Rolle hinein.
Was mochten Sie in der Ausbildung besonders?
Die Außeneinsätze: Man lernt verschiedene Bereiche, Menschen und Kollegen kennen und sich an unterschiedliche Gegebenheiten anzupassen.
Wie waren die letzten Monate vor der Prüfung?
Nicht einfach. Es wurde viel gelernt, und Ausgleiche wie der Sport fielen im Lockdown weg. Im Klassenraum galt Maskenpflicht, auf der Arbeit wurden die Maßnahmen verschärft. Die praktische Prüfung fand in einem Demoraum mit einem Schauspieler und einer Pflegepuppe statt, unter Maskenpflicht. Das machte uns zusätzlich nervös, aber wir haben es gemeistert.
Warum die Mülheimer Seniorendienste?
Ich habe vor der Ausbildung in verschiedenen Einrichtungen Praktika gemacht, aber nirgends wurde ich so herzlich aufgenommen. Ich fühlte mich von Anfang an gut aufgehoben, bei Kollegen wie bei Vorgesetzten.
Was würden Sie Ihrem früheren Ich mitgeben?
Dass man alles schaffen kann, wenn man möchte, und den Kopf nie hängen lassen sollte. Ich kann den Azubis nur raten, sich selbst mehr zuzutrauen und positiv zu denken. Wer sich ins Zeug legt, wird eines Tages dafür belohnt.
