Erfolgsgeschichten, die die Pflege schreibt. Im Interview mit Meray Akcay. 

 

Von der Küchenhilfe zum Trainee bis hin zur Bereichsleitung – ein außergewöhnlicher Karriereweg, der noch lange kein Ende kennt. Im Interview mit unserer langjährigen Mitarbeiterin Meray Akcay (Foto: Mitte), welche als Küchenhilfe bei uns anfing und heute als Bereichsleitung für einen ganzen Wohnbereich verantwortlich ist. 

  

 

Meray, dein Weg in der Pflege und speziell bei den Mülheimer Seniorendiensten ist wirklich kein gewöhnlicher. Du hast als Küchenhilfe auf einem Wohnbereich angefangen und bist heute als Bereichsleitung für einen ganzen Wohnbereich verantwortlich, wie kam es dazu?

Ich arbeite seit meinem 18. Lebensjahr bei den Mülheimer Seniorendiensten. Das heißt, dass ich heute schon 13 Jahre in der Pflege und bei den Mülheimer Seniorendiensten beschäftigt bin. 🙂 

Angefangen hat alles im Jahr 2008 mit einem Schülerpraktikum in unserem Haus Gracht. Während des Praktikums durfte ich die Soziale Betreuung begleiten und so erste nahe Erfahrungen mit den Senior:innen machen. Ich habe sie im Alltag begleitet sowie bei Arztbesuchen, kleinen pflegerischen Tätigkeiten oder sozialen Aktivitäten. Das Praktikum hat mir damals sehr viel Spaß gemacht und mein Interesse an der Pflege geweckt.

Nach dem Praktikum habe ich mit der damaligen PDL gesprochen und gefragt ob die Möglichkeit auf einen Aushilfsjob besteht. Hierbei habe ich mich sowohl als Küchenhilfe als auch für die Pflege auf der Station angeboten. Ich hatte großes Interesse daran nebenbei mein eigenes Geld zu verdienen und mehr Erfahrungen in der Seniorenpflege zu sammeln.

Die Mülheimer Seniorendienste haben mir dann die Möglichkeit geboten, als Küchenhilfe einen weiteren Fuß in die Pflege zu setzen.

In meiner Tätigkeit als Küchenhilfe habe ich dennoch nebenbei immer meine Unterstützung auch in der Pflege der Bewohner:innen angeboten und geholfen. Das wurde von den Führungskräften wahrgenommen und gesehen, sodass eines Tages die damalige Wohnbereichsleitung auf mich zukam und mich fragte ob ich Interesse an einer Ausbildung in der Pflege hätte. Nach Abschluss meiner Schule habe ich dieses Angebot natürlich sofort wahrgenommen. 🙂 

Meine Ausbildung habe ich im Haus Gracht auf dem Wohnbereich Blumengasse angefangen. Nach dem ersten Lehrjahr mussten die Auszubildenden damals die Häuser wechseln um auch Erfahrungen in anderen Häusern und Wohnbereichen zu sammeln. Danach bin ich ins Haus Auf dem Bruch gekommen auf den Wohnbereich Venezia und seitdem habe ich diesen Wohnbereich nicht mehr verlassen.

Das war das Beste was mir passieren konnte. Ich arbeite mit einem tollen Team und kann sagen, dass ich angekommen bin.

Wir freuen uns sehr, dass du dich bei uns so wohlfühlst und sind stolz auf dich, dass du diesen Karriereweg eingeschlagen hast. Doch wodurch wurde dein Interesse für das Gesundheitswesen und soziale Dienstleistungen eigentlich geweckt? 

Durch mehrere Schulpraktika. Ich habe Erfahrungen durch Praktika unter anderem im Krankenhaus, im Kindergarten und im Seniorenheim durchgeführt.

Die Wärme und Hilfsbereitschaft ist für mich sehr wichtig. Mir gibt das persönlich ein gutes Gefühl, wenn ich pflege- oder hilfsbedürftigen Menschen helfe und sie im Alltag unterstütze.

Heutzutage gibt es sehr wenig Menschen die sich untereinander Helfen oder Unterstützung geben umso schöner ist es für mich, dass ich das was ich gerne tue in meinem Beruf vereinen kann. 

Seit diesem Monat hat sich für dich ein weiterer großer Sprung ergeben – vom Trainee zur Bereichsleitung. In beiden Positionen hast du besonders viel Verantwortung für die Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen. Wie gehst du mit dieser Verantwortung um und wie motivierst du dich und deine Mitarbeiter:innen vor allem in Zeiten wie diesen? 

Ich habe das Angebot zur Bereichsleitung als Trainee für drei Monate bekommen. Die Geschäftsleitung sah Potenzial in mir und vertraute mir und meiner Berufserfahrung.

Seit dem 1.2.21 bin ich Bereichsleitung auf dem Wohnbereich Venezia. Ich habe den Vorteil, dass ich das Unternehmen sehr gut kenne und meine jahrelange Berufserfahrung mich dabei begleiten.

Das Team auf dem Wohnbereich Venezia ist wirklich ein eingespieltes, engagiertes Team. Ich kann mir kein besseres vorstellen. Wir sind überwiegend jung gebliebene Mitarbeiter:innen, die immer gute Laune haben und bei jeder Festlichkeit mit den Bewohner:innen von Herzen feiern und dabei sind.

Das Team arbeitet immer zusammen und nicht gegeneinander und das macht uns besonders stark!

Ein weiterer Vorteil ist, dass meine Kollege:innen mich schon aus der Ausbildung kennen und wir so ein enges Vertrauensverhältnis haben.

Mit deiner Karriereleiter inspirierst du viele Mitarbeiter:innen. Was möchtest du anderen Mitarbeiter:innen mit auf den Weg geben? 

Gute Laune und Optimismus machen jede durchgeführte Arbeit leichter und können zu mehr Erfolg führen.

Wenn du Pflege in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das? 

Herzlichkeit, ein würdevoller Umgang, abwechslungsreich. 

Wir danken Meray Akcay für dieses tolle Interview und hoffen auch so zeigen zu können, was alles in der Pflege möglich ist. 

Vielen lieben Dank liebe Meray und für deinen weiteren Weg bei uns – alles Gute. 🙂